Die Würde der Reinigungsarbeit

6. Oktober 2026 – 17:30

Unter dem Motto „Würde bei der Arbeit darf kein Privileg sein“ lädt das informelle Netzwerk „Stimmen der unsichtbaren Arbeit“ gemeinsam mit der
Frauenberatungsstelle Bachtale Romnja am 6. Oktober 2026 zur Veranstaltung „Die Würde der
Reinigungsarbeit – Podiumsdiskussion und Ausstellungsbesuch“ ein.
Die Veranstaltung wird von Artikel 1 – Initiative für Menschenwürde e. V. im Rahmen der bundesweiten Initiative für Respekt,
Zusammenhalt und Demokratie „Ein Fest der Würde“ unterstützt.
„Gebäudereinigungsarbeit ist harte Arbeit. Sie fordert unseren Körper, unsere Zeit und oft auch
unsere Würde. Gleichzeitig bleibt sie für viele Menschen unsichtbar“, sagt Roxana Marica, die selbst in der Gebäudereinigung gearbeitet hat. Diese Veranstaltung schafft Raum für die Stimmen von Reinigungskräften und lädt dazu ein, aus einer intersektional-migrantisch-feministischen Perspektive über Anerkennung, Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit zu sprechen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Erfahrungen von migrantischen Frauen, die einen großen Teil der Reinigungs- und Care-Arbeit leisten.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was bedeutet Würde in der Arbeitswelt der Gebäudereinigung? Warum bleibt diese Arbeit so häufig unsichtbar? Und was braucht es für mehr
Anerkennung und Respekt?

Ausstellung: Reinigungsarbeit und der Körper
Im Rahmen der Veranstaltung wird eine Ausstellung mit Collagen und Fotografien über körperliche
Belastungen, emotionale Herausforderungen und prekäre Arbeitsbedingungen in der
Gebäudereinigungsbranche gezeigt. Die Ausstellung ist Teil des Projekts „DIVAMIGRAVOICES – Kunst,
Gendergerechtigkeit und Demokratie im Quartier“, das von Imbradiva e. V. umgesetzt und durch das
AmkA gefördert wird. Unterstützt wurde die Ausstellung außerdem von der Deutschen Stiftung für
Engagement und Ehrenamt und der Polytechnischen Stiftung.
Stimmen aus der Praxis und der Gewerkschaft
Auf dem Podium sprechen Betânia Ramos Schröder, afrobrasilianische Feministin, Soziologin und
Schriftstellerin; Andra Marica, Alina Marica und Loredana Ionel – Mitglieder der Initiative „Stimmen
der unsichtbaren Arbeit“, Reinigungskräfte und Mitgestalterinnen der Ausstellung – sowie Vimala
Sahner-Thiagaraja, Vorsitzende des Migrationsausschusses für den ver.di-Bezirk Frankfurt am Main
und Region.

Wann und wo?
6. Oktober 2026 | 17:00–19:30 Uhr
2og:dondorf, Sophienstraße 1–3, 60487 Frankfurt am Main
Die Teilnahme ist kostenfrei.