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Veranstaltungen

WohnQuartier auf dem Campus Bockenheim mit hohem Kulturanteil

Auseinandersetzung um dem Campus geht in eine weitere Runde. Planungswerkstätten stärken Positon: Wohnen und Kultur ist in Ordnung. Gewerbe dann, wenn es dem Quartier etwas bringt.

Bürger beteiligen sich. Die Stadt Frankfurt ruft die Bürger auf, sich an der Planung des Campus Bockenheim aktiv zu beteiligen. In den Planungswerkstätten werden die Interessen der Bürger vorgestellt und festgehalten. Am Ende dieses Prozesses soll eine Empfehlung an den Magistrat stehen.

Die für die Stadtentwicklung und Stadtteilentwicklung sinnvollste Entwicklung ist eine deutliche Stärkung des Wohnanteils und ein starkes Engagement der Stadt im geförderten Wohnungsbau und Unterstützung von genossenschaftlichem und gemeinschaftlichem Wohnen.

Thema Wohnen: Wir wollen auf dem Campus ein Wohnquartier mit einem starken Anteil an Kultureinrichtungen. Welche Wohnungen werden gebraucht? In den letzten Jahren wurden in Bockenheim überwiegend Eigentumswohnungen gebaut. Der Bau an Mietwohnungen und Sozialwohnungen stagniert. In Bockenheim gibt es faktisch keinen Mietwohnungsmarkt für untere und mittlere Einkommen. Aufgabe der öffentlichen Hand bzw. ihrer Wohnungsbauunternehmen ist es, korrigierend am Markt zu wirken und Wohnungen zu schaffen, wo sie nicht ohnedies aus Marktinteresse entstehen. Wir halten einen höheren Anteil an gefördertem Wohnungsbau für nötig, eine Kostenmiete von 11,50 Euro / qm ist für viele zu hoch. Die Ausweisung von Baugrund für genossenschaftliches und gemeinschaftliches Wohnen für mindestens 15% der Wohnungsbaugrundstücke auf dem Campus soll verbindlich fixiert werden. Die Wohnraumnot von Studierenden nimmt rasant zu, Frankfurt zählt zu den Universitätsstädten mit dem höchsten Bedarf an Studentenwohnheimen. Die Wohnheime an der Bockenheimer Warte und im Studierendenhaus müssen deshalb erhalten bleiben und auch im Rahmen der Genossenschaften und öffentlichem Wohnungsbau unbedingt ausgebaut werden.

Kultur

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst ist in Bockenheim hochwillkommen und ein Ausgleich für das Fehlern des studentischen Lebens auf dem Campus wenn Goethe Universität komplett umgezogen ist. AUch wenn sie mit 900 Studenten längst nicht die Zahl der großen Goethe Uni erreicht, ist sie mit ihrem speziellen Ausbildungsangebot in Musik und Tanz eine Bereicherung für Bockenheim und Westend. Durch die Entscheidung der Universität bis 2019 mindestens den Standort Universitätsbibliothek beizubehalten ist für Bockenheim durchaus nicht negativ. So ist der Erhalt der Biblithek und ihr sinnvollste Nutzung sichergestellt, und auch eine Anbindung der Studenten an Bockenheim bis zu dieser Zeit und womöglich darüber hinaus gewährleistet. Wenn jedoch die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst keine Gebäude oder Grundstücke auf demn Campus erhält, ist die Vision von dem Kulturcampus etwas eingeschrumpft. Es bliebe dann lediglich das Engagement des Kulturforums mit den Institutionen, die sich dort zusammengefunden haben. Das ist gut, aber eben kein Hochschulbetrieb auf dem Campus Bockenheim. Hier sind Stadt und das Land gefordert, die öffentlichen Verlautbarungen den Kulturcampus und die Hochschule betreffend, einzulösen. Darüberhinaus wird mehr benötigt als institutionalisierte Kulturbetriebe: gebraucht werden Räume für freie Kulturschaffende, Medienschaffende, Räume für gesellschaftliches Leben und politische Diskussion. Ein solcher Platz wird unter anderem das Studierendenhaus sein, das weiterhin als offener, selbstverwalteter Raum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und unterschiedliche Interessen genutzt werden soll. Siehe hierzu www.studierendenhaus-fuer-alle.de

Klima / Verkehr

Der Campus Bockenheim soll autofreie Zone bleiben. Die Hinzunahme der Bockenheimer Landstraße im Bereich Gräfstraße / Zeppelinallee in die autofreie Zone befürworten wir. Die Neukonzeption des Campus Bockenheim ist für die Stadt eine Chance hier das Verkerhskonzept zu überdenken und zu neuen Lösungen zu kommen. Leben auf dem Kulturcampus soll durch weitere Grünflächen und neben den Passivbauten im Neubau ein Energieeffizientes Sanieren der Bestandsbauten ein Fortschritt in der Energiebilanz Frankfurts bringen.

Soziale Einrichtungen, Infrastruktur, Handel

Jetzt schon müssen die sozialen Infrastruktur und Nahversorgung geplant werden. Die ursprüngliche Idee in den denkmalgeschützten Professoren Villen an der Voigt-Straße eine Kindertagesstätte einzurichten, wurde auf den Planungswerkstätten schon weiter gedacht: in Richtung Kinderzentrum in größerem Maßstab und in mehreren Häusern an der Voigtstraße. Hierbei muss die Qualität der Bebauung vor den Villen und deren jetzt sehr großzügige Umgebung mitgedacht werden. Mehrere Bürotürme an Stelle des AfE-Turms, wie ursprünglich im Rahmenplan 2004 angedacht, würde eine durchaus kritische Baumasse für soziale Einrichtungen im direkten Umfeld erzeugen. (Zu schweigen davon, dass Büroraum kein Bedarf absehbar ist) Die Angebote im Einzelhandel sollen mit den Angeboten im Kerngebiet und vor allen Dingen der Leipziger Straße abgestimmt und nicht konkurrierend sein, sondern beiden Seiten dienen. Durch den neuen Mix kann auch für die Leipziger Straße die Anziehungskraft gesteigert werden. Die Nutzung von Parterregeschossen für soziale Einrichtungen und Gewerbe, durchaus auch soziale Einrichtungen im neuen Quartier fördert Lebendigkeit und Urbanität.

Bestandsbauten

Der Bestand ist als Ressource zu betrachten. Wichtig ist für uns, dass der Campus Bockenheim in seiner geschichtlichen Entstehung jetzt und auch in Jahrzehnten noch erkennbar ist: Ein Ort, der aus unterschiedlichen Schichten von Gesellschaft und Baukultur gewachsen ist und dies auch weiterhin in seinen stilprägenden Bauten erkennen lässt. Der gerade in Frankfurt praktizierte leichtfertige Umgang mit Bestandsbauten aus den 60iger Jahren sollte hier nicht wiederholt werden. Die Umnutzungs- Option der Bauten muss sorgfältig geprüft werden. Bei Vorhaben dieser Größe ist es selbstverständlich, dass mehrere Gutachten eingeholt werden, weil es viele Wege gibt, die technischen Aufgabenstellungen der Sanierung eines Bestandsgebäudes zu bewerkstelligen. Wir fordern daher, dass unabhängige Gutachter sorgfältige und differenzierte Prüfungen vornehmen.

Die Termine von Planungswerkstätten und Campusrundgängen sind auf der Veranstaltungsseite einsehbar.

Stadtteilbüro

Sie können sich über die aktuelle Situation im Stadtteilbüro informieren, die Unterlagen zu den Planungswerkstätten: Pläne des Gebiets und das sogenannte "Werkstattbuch" mit zahlreichen Dokumenten zu den Schwerpunktthemen liegen dort aus. 

Leipziger Straße 91 

Öffnungszeiten Dienstags bis Freitags 15 Uhr bis 19 Uhr. 

Samstags: 11 bis 16 Uhr. 

Kontakt per Telefon: 71 91 49 44 | per mail: kontakt@zukunft-bockenheim.de

 

 

Materialien zum Thema Campus Bockenheim

Unsere Vorschläge zur Bürgerbeteiligung

Materialblätter zum Philosophikum_ 

Bebauungsplanung Bockenheimer Campus (noch nicht verabschiedet) Mehr im PDF

Flächennutzungsplan Stand Juli 2008